Training Camp und Surfclassic Murten

Eine Woche Training und Wettkampf in Murten

May 22, 2017

Eine Woche SUP Training Camp und anschliessendes Weekend am Bise Noire Surfclassic in Murten.

Vorletzte Woche (8. – 12. Mai) fand das erste “SUP Training Camp” der Greifensee Dragons statt. Wir hatten eine Woche intensives Training - mit Paddeln, Windsurfen und Biken – am Comersee in Italien geplant. Der Wetterbericht für die Comersee Region war jedoch bereits im Vorfeld schlecht, weshalb wir den Standort nach Annecy in Frankreich verlegt hatten. Für Frankreich waren die Prognosen zu diesem Zeitpunkt gut.

Als wir am Montag von unterwegs nochmals den Wetterbericht prüften, verhiess dieser auch für Annecy nichts Gutes. Da auch die anderen Teilnehmer mit Camper und Auto unterwegs waren, verlegten wir den Standort kurzerhand nochmals, diesmal nach Yverdon-les-Bains.
Durch die wechselhaften Vorhersagen waren freie Plätze auf dem Camping reichlich vorhanden – also eigentlich waren nur 4 andere Familien vor Ort. Seesicht war auch aus der vierten Reihe gegeben. Umso besser für uns, wir konnten einen idealen Platz aussuchen und uns ausbreiten.

SUP Camp

Das “Camp” war schnell aufgebaut. Rasch hatten wir zwei kräftige Bäume für unsere Slackline gefunden und diese aufgespannt. Auch mit sehr guter Balance durch das Paddeln und Surfen ist die Slackline für alle eine kleine Herausforderung. Wir hatten in dieser Woche verschiedene Trainings-Blöcke geplant, von Intervall-, Ausdauer- und Techniktraining bis hin zum Balancetraining auf der Slackline.

Slackline

An ersten Tag windete es so stark (siehe Titelbild), dass die Wellen für einen sogenannten “Downwinder” reichten. Hierbei muss der Paddler – mit ausreichend Übung – nicht viel paddeln, da der Rückenwind und die Wellen die grösste Arbeit erledigen. Der Paddler muss hierbei die Welle richtig anpaddeln und sich optimal auf dem Surfbrett positionieren. Paddeln gegen den Wind ist natürlich entsprechend anstrengender, den Downwinder musste ich mir richtig erarbeiten.

Downwinder auf dem Neuenburgersee

Am zweiten Tag filmten wir alle Teilnehmer um danach am Notebook deren Technik zu analysieren und Verbesserungen zu besprechen. Wenn man sich selbst einmal paddeln sieht, hilft dies extrem. Ich kann so eine Selbstanalyse - auch Allen, die gemütlich unterwegs sind - sehr empfehlen.

Videoaufnahmen

Mit kurzen Trockenübungen übten wir zuerst die korrekte Technik (auf dem Bild unten z.B. das senkrechte Führen des Paddels). Anschliessend setzten wir alle die verbesserte Technik auf dem Wasser um – ein Fortschritt war sofort ersichtlich.

Technik

Direkt nach dem Training Camp fuhren wir an das Bise Noire Surfclassic in Murten. Alle Naish Teamrider waren dort über das Wochenende am Naish Stand, präsentierten die neusten Naish SUP Boards und Windsurf Material und gaben Interessierten SUP Kurse.

Naish Foto von Nicolas Hess Photography

Bei dem Wettkampf am Sonntag mussten alle Teilnehmer 8km auf einem Rundkurs (3 Runden) mit vielen Bojen-Turns paddeln. Der Start war sehr interessant, da kurz zuvor ein Motorboot Wellen parallel warf. Dementsprechend zögerlich starteten alle. Durch mein stabiles Board und etwas Glück erreichte ich schnell freies Wasser und konnte das Tempo erhöhen. Ich lag bis kurz vor der ersten Boje in Führung, dort konnte mich schliesslich Peter Tritten überholen.

Bojenturn Foto von Nicolas Hess Photography

Mir gelang es in seinen Draft (ähnlich wie der Windschatten beim Velofahren) zu kommen und diesen zu halten. Durch den Draft kann man in der Theorie 10 - 25% an Kraft einsparen. Vor einem Jahr vermochte ich noch nicht den Draft eines erfahrenen und schnellen Paddlers wie Peter zu halten. Der Vordere versucht natürlich durch Zwischenspurts und verschiedenen anderen taktischen Spielereien den / die Hinteren loszuwerden.

Bojenturn Foto von Rony Mock

Als ich in ca. Rennhälfte den Draft von Peter an einer Boje verlor, hatten wir schon eine gute Distanz zu der nächsten Verfolgergruppe herausgefahren. Ich versuchte noch einmal an Peter heranzukommen, was mir jedoch nicht mehr gelang. Das Ziel erreichte ich auf dem 2. Rang hinter Peter, mit rund einer Minute Rückstand und rund vier Minuten Vorsprung auf die Verfolgergruppe, welche bis zuletzt Positionskämpfe durchführten.

Im Ziel Foto von Nicolas Hess Photography

ICE Race Thun

Erster Partnerevent der SUP Tour Schweiz

May 2, 2017

Seit Fuerteventura und meinem letzten Bericht ist einige Zeit vergangen. Ich verbrachte viel Zeit auf dem Wasser mit Trainings und an Test-Wettkämpfen. Auch der erste Partnerevent der SUP Tour Schweiz stand an.

Seit Fuerteventura und meinem letzten Bericht ist einige Zeit vergangen. Ich verbrachte viel Zeit auf dem Wasser mit Trainings und an Test-Wettkämpfen (z.B. dem Brücken-Open in Eglisau).

An einem dieser Brücken-Open in Eglisau wurde vom ZKDO ein Preisgeld zur Breitensportförderung vergeben. Mit meinem 1. Rang konnte ich CHF 300 für meinen Verein sammeln und so schon vor dem Saisonstart Wettkampf-Atmosphäre erleben.

Die Trainings waren nicht immer einfach. Oft herrschte schlechtes Wetter, Regen und Schnee. Ich war extrem froh um meinen Trockenanzug von Dador, ohne diesen könnte ich im Winter nicht trainieren. Ab und zu wurde es im April so warm, dass der Dador zu Hause bleiben konnte, ich barfuss in Boardshorts und kurzen Ärmeln anzutreffen war. Achtung: Denkt daran, auch wenn die Luft im Frühling oft sehr warm ist, das Wasser braucht länger um sich zu erwärmen! Fällt man ins Wasser, kann es zu einem Kälteschock und zur Unterkühlung kommen! Informiert euch unbedingt über geeignete Kleidung (wie z.B. ein Dador). Im Internet sind mittlerweile ausgiebige und gute Informationen zu finden. Gerne kann auch ich dir ausführliche Infos darüber geben.

Meinen Trainingsplan habe ich etwas umgestellt und intensiviert. Das ist neben Arbeit und Studium nicht immer ganz einfach. So fallen teilweise auch zwei Trainings pro Tag an. Mit Motionize SUPerior konnte ich ein weiteres Tool in mein “Trainings-Arsenal” aufnehmen. SUPerior hilft bei der Paddelschlag-Analyse und zeigt verschiedene Statistiken - wie z.B. Einstechwinkel - auf. Vielen Dank an Kanuschule Bodensee für diesen tollen Tracker.

Motionize SUPerior

Vergangenes Wochenende - am 30. April - fand in Thun der erste Partnerevent der SUP Tour Schweiz statt. Das Teilnehmerfeld war gross - neuer Teilnehmerrekord von über 50 Paddlern / innen - und mit starker Konkurrenz aus der Deutschschweiz und Romandie. Ich erwischte einen guten Start und konnte mich unter den ersten Drei platzieren. Kurz nach dem Start wurde der Rückenwind stärker und kleine Wellen bildeten sich, also leichte Downwind Bedingungen. Das Training aus Fuerteventura half mir hier die Wellen zu nutzen. Ein Teilnehmer mit einem Downwind-Board konnte mich überholen, allgemein war das Teilnehmerfeld sehr nahe zusammen.

Start ICE Race

Nach etwa 6km wurde das Wasser ruhiger und Gegenwind kam auf. Mein Naish Javelin lief super und ich konnte mich nach der ersten Boje - etwa in der Hälfte der Strecke wieder an 3. Stelle positionieren. Alain - auf dem 1. Platz - konnte sich praktisch von Beginn an absetzen. Zwischen der 1. und 2. Boje konnte ich den Abstand auf Peter - auf dem 2. Platz etwas verringern, verlor nach der 2. Boje jedoch wieder etwas an Boden. Das Ziel hatte ich mit sehr schweren Beinen, 1:30min Rückstand auf Peter und einem Vorsprung von 1:30min auf den nächsten Teilnehmer (Nick) erreichen können.

Über alles gesehen, bin ich zufrieden mit meinem Resultat. Es zeigt mir, dass es in die richtige Richtung geht. Vor einem Jahr musste ich mich nach der Hälfte von zwei Teilnehmern überholen lassen.

Zieleinfahrt

Training

Fuerteventura

Feb 26, 2017

Um meine Erfahrungen auf dem Ozean / in den Wellen auszubauen verbrachte ich im Februar eine Woche auf Fuerteventura im Watermen Performance Center in Corralejo. In diesem kleinen Bericht möchte ich euch einigen Eindrücke vermitteln.

Um meine Erfahrungen auf dem Ozean / in den Wellen auszubauen verbrachte ich im Februar eine Woche auf Fuerteventura im Watermen Performance Center in Corralejo.

Ich flog ab Basel mit EasyJet, das Preisverhältnis (insbesondere für den Boardtransport) und der Leistung war ausschlaggebend. Der Service an Board war akzeptabel - die Sitze für meine Grösse gerade noch okay.

Functional Training stand gleich am ersten Abend auf dem Programm - Fokus auf Balance, Stabilisation und Beine. Es ist immer wieder spannend neue Übungen kennen zu lernen.

Functional Training

Am nächsten Morgen - das Functional Training vom Vorabend noch etwas in den Beinen - starteten die Ladys vom Chica Race Camp von Susanne Lier eine Tour nach Lobos. Einige andere Paddler, ein OC2 und ich durften auch mit. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich erst 5 Tage in Australien mit einem Naish MadDog (SUP Wave Surfboard) in Wellen unterwegs - mit einem Race Board noch nie.
Die ersten Meter waren noch etwas wackelig, doch schnell ging es besser. Tipps von Susanne haben mir geholfen eine Welle richtig anzupaddeln und sie zu surfen. Mein neues Naish Javelin 2017 14’x24” ist eher für Flachwasser ausgelegt, doch auch in den Wellen lässt sich prima damit paddeln. Einzig das “fehlende” Pad ist etwas gewöhnungsbedürftig - jedoch für “nichts” ist der Grip auf dem Board erstaunlich gut!
Am Nachmittag standen Turns im Vordergrund. Gut eine Stunde paddelten wir verschiedene Kurse im Hafenbecken von Corralejo unter den Augen zahlreicher schaulustiger Touristen.
Anschliessend folgte eine kleine Techniksession am Hotel-Pool mit Videoanalyse.

Paddeln Hafenbecken Corralejo

Noch mehr Action folgte am nächsten Tag - Beach Race Start Training in einer Bucht etwas ausserhalb von Corralejo war angesagt. Die Wellen waren ziemlich klein, also ideal für die ersten Versuche. Allen war der Spass ins Gesicht geschrieben - einige konnten auch zu zweit auf einem Board Wellen surfen.

Surfen mit dem Raceboard
Gruppenfoto aller Paddler/innen

Nach einer kleinen Stärkung hatten Nadine und ich einen Fototermin mit Gwen Marche um einige Fotos von uns für unsere Sponsoren zu schiessen. Praktisch alle Fotos von den Trainings sind von Gwen aufgenommen, auch an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön!
Direkt nach dem Fotoshooting war wieder Functional Training angesagt.

Sonnenuntergang in El Cotillo

Am Freitag stand eine letzte Up- und Downwind Session im Hafenbecken an. Am Nachmittag wurden die Ladies noch einmal gefilmt und konnten mit dem OC2 paddeln. Ich hatte die Gelegenheit mich mit dem Prone Board von Susanne vertraut zu machen und es auch mal stehend zu paddeln ;-)

Für die Chica Race Camp Besucherinnen ging ihr Aufenthalt bald zu Ende. Am Samstagmorgen trafen wir uns alle noch einmal für ein Intervall Training mit Sprint am Strand und Start Training. Die Boards wurden fleissig unter den Paddler/innen getauscht.
Danach paddelten einige von uns noch zum Rocky Point hinaus für eine kurze SUP Surf Session mit unseren Race Boards. Wie am Wochenende üblich, sind solche Spots rege besetzt und wir kehrten bereits nach einer Stunde zurück.

Boards am Strand

Für die letzten zwei Tage war starker Wind angesagt. Susanne prüfte den Strand vom Donnerstag um nochmals Beach Starts zu trainieren - die Wellen waren vielversprechend. Bis jedoch alles Material auf die Autos geladen war und wir am Spot angekommen waren, hatten sich die Bedingungen - wie so oft - geändert. Der Wind war nun sehr stark und mit den Race Boards war das Surfen schwer. Mit einem SUP Surfboard - welches wir ebenfalls dabei hatten - konnte ich einige Wellen paddeln, doch der Wind blies immer stärker. Die Stimmung hat dies aber nicht gedrückt.

Crazy Grils im Auto

Auch an unserem letzten Tag windete es stark. Wir paddelten einige 500m Läufe ausserhalb des geschützten Hafenbeckens und einige innerhalb. Nach einer Stärkung war ein Downwinder von Lanzarote nach Fuerteventura geplant, der Wind blies aus optimaler Richtung dafür. Wie üblich erreichten wir die Ticketschalter der Fähre kurz vor knapp - mit Board, Paddel und einigen Euros bewaffnet. Leider wusste ich nicht, dass ich meine ID mitbringen hätte sollen, so versuchte ich im Spurt den Hafen zurück zum Center und zurück zu durchqueren. Ich erreichte den Ticketschalter genau dann, als die Fähre ihre Landungsbrücke hochzog. Leider nichts mit Downwinder gewesen - was bedeutet ich muss nochmals nach Fuerteventura wieder kommen ;-)

Es war eine kurzweilige und umso intensivere Woche. Ich konnte viele neue Erfahrungen machen, mein neues Board besser kennen lernen und viele interessante Gespräche mit anderen europäischen Paddlern führen.
Vielen Dank an Susanne für ihr herzliches Willkommen in ihrem Center, an Teiva und Javi für die Begleitung und an Gwen für die tollen Fotos!

Weitere Fotos sind in der Galerie zu finden.

Saisonvorbereitung

And yet more to come

Feb 12, 2017

Oft wurde ich nach meiner persönlichen Webseite gefragt - nun hier ist sie! Ich werde versuchen euch mit interessanten Stories und Bildern auf dem Laufenden zu halten, welche um meine Paddelaktivitäten anfallen.

Oft wurde ich nach meiner persönlichen Webseite gefragt - nun hier ist sie! Ich werde versuchen euch mit interessanten Stories und Bildern auf dem Laufenden zu halten, welche um meine Paddelaktivitäten anfallen. Allen Jubel oder Kritik dürft ihr mir gerne zukommen lassen :-)

Nun, wie sieht meine Saison 2017 aus?

Ganz klar bin ich mir noch nicht, doch einige Fixpunkte gibt es schon. Die Wettkämpfe der SUP Tour Schweiz sind in der Agenda eingetragen, dazu kommen einige Euro Tour Races (wie z.B Lost Mills) und zahlreiche Trainings. Die ISA Worlds in Dänemark wären auch sehr interessant, als Paddler und als Zuschauer.

Zusätzlich ist mein Verein Greifensee Dragons an der Planung eines Wettkampfes auf dem Greifensee und im Winter im Hallenbad. Ich hoffe diese Events kommen zu Stande und es lässt sich ein interessantes Teilnehmerfeld finden.

Zu allen SUP Terminen kommen die Wettkämfe des Drachenboot Teams Greifensee Dragons der welche die Agenda zusätzlich füllen.

Mich erwartet ein aktives Jahr, ich freue mich schon jetzt auf alle Erfahrungen welche ich sammeln kann.